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Biographie

Mrs. Greenbird ist ein Duo mit einer Geschichte. Einer Geschichte, die schon eine ganze Weile lief, bevor Mrs. Greenbird die Herzen der Fernsehzuschauer im Sturm eroberten. Einer Geschichte, von der man annehmen darf, dass sie auch noch eine ganze Weile andauern wird, wenn man das zweite Album von Mrs. Greenbird hört, ein ausgesprochen selbstbewusstes Album von zwei Leuten, die wissen, was sie wollen.
"Postcards" heißt es, und es erreicht uns von weither, obwohl doch Sarah Nücken und Steffen Brückner noch immer in Köln-Nippes zuhause sind. Doch zum Aufnehmen waren die beiden in Nashville, dem Sehnsuchtsort aller Freunde traditioneller US-Musik. Klar, da wollten Sarah und Steffen schon immer mal hin, aber dass sie dort ins Studio gingen, war eigentlich eher Zufall.

Und das kam so: Vor den Auftritten bei der mit einem LEA-Award als beste Clubtournee ausgezeichneten Livetour 2013 ließen Mrs. Greenbird immer das Album des Songwriters William Fitzsimmons über die Saalanlage laufen - da fragten sie den bärtigen Sänger einfach mal, ob er Lust hätte, mit ihnen ein Lied zu schreiben. Hatte er zwar nicht, aber dafür entstand der Kontakt zu Fitzsimmons' Produzenten Marshall Altman, mit dem das Duo zunächst via Skype komponierte und den es dann fragte, ob er sich eine Produktion mit den Deutschen vorstellen könne. Und er so: "Ich dachte schon, ihr fragt mich nie!"

Kaum war die Plattenfirma überzeugt, landeten Sarah und Steffen im April auch schon in Tennessee und nahmen sich extra viel Zeit mit, um auch das Mischen und Mastern zu überwachen. Besonders reizvoll waren die Aufnahmesessions im traditionsreichen RCA Studio A, bei dem das Duo mit "Leuten aus der oberen Regalreihe der Sessionmusiker" im Kreis sitzend live musizierten, Produzent Altman dazwischen auf einer Art Schiedsrichterstuhl.

Um einen solchen rauen, authentischen Vibe einzufangen, hatten sie sich auf die Reise gemacht, bloß nicht alles schön ordentlich nacheinander einspielen. Lieber den Geist von Dolly Parton heraufbeschwören, im Studio von Ben Folds sitzen, mit Musikern, die in der TV-Serie "Nashville" die Stars begleiten. Die mit Steffen über Gitarren fachsimpeln, die es aber auch höchst professionell hinnehmen, wenn Sarah sagt, sie sollen nicht alles volldudeln, schließlich müsse ja jeder Ton seinen Sinn haben.

Solchermaßen auf den rechten Platz verwiesen, klingen die Töne, dass es eine wahre Freude ist. Die Arrangements sind ausgefeilt, aber Mrs. Greenbird haben stets darauf geachtet, dass der Gesang reichlich Platz hat. Der Gesang von beiden, denn Sarahs helle Stimme erklingt oftmals im Zusammenspiel mit Steffens erdnäheren Klängen. Das Ergebnis: wunderschöne Harmonien.

Steffen und Sarah lieben natürlich all das, was heutzutage so unter "Americana" subsumiert wird - Country, Folk, Blues und alles dazwischen und drumherum. Sie bedienen sich der traditionellen Stile, doch sie nutzen sie für ihre ganz eigene Herangehensweise, die sie mal selbst ganz griffig Singersongwritercountryfolkpop genannt haben.
Ja ja, ganz recht, auch Pop: Tief drinnen sind Mrs. Greenbird eine Popband, die bei aller gelegentlichen Verspielt- und Verschrobenheit letztlich mit eingängigen Melodien klare Aussagen macht. Manchmal ergeben die richtiggehend eine Weltanschauung, so wie bei der ersten Single aus dem Album, "Everyone's the Same": Weil wir alle anders sind, sind wir alle gleich.

Das Thema, das die Songs auf "Postcards" mal mehr und mal weniger offensichtlich durchzieht, ist das der Ermutigung, besonders deutlich auf dem aufmunternden "Shine Shine Shine". Mit dem Duett "Insomniac" singen Sarah und Steffen eine Hymne auf eine ganz andere Form der Aufmunterung: den Kaffee. Überall sind solche kleinen Geschichten versteckt, wie die vom dem Eichhörnchen "Good Ole Ricky". Dass mit ihm sowie hier und da noch einem Brontosaurus, einem Einhorn und einem goldenen Wal reichlich Tiere zu Ehren kommen, gehört sich ja wohl für eine Band, die sich einst nach einem tot aufgefunden grünen Vogel benannt hat.

2010 war das Jahr, in dem aus dem Duo Sarah & Steffen, das privat schon ein Paar war, zusätzlich auch eine musikalische Formation wurde, die bald in Köln und Umgebung regelmäßig auftrat, akustisch und mit immer mehr eigenen Liedern. So selbstbewusst und eigen wie sie es noch heute sind, gerieten Mrs. Greenbird 2012 eher zufällig in die dritte Staffel der Vox-Show "X Factor" - und gewannen. In aller Eile wurde das Debütalbum "Mrs. Greenbird" aufgenommen und veröffentlicht. Es startete durch bis auf Platz eins der deutschen Charts, hielt sich fünf Wochen lang in den Top Ten und wurde mehr als hunderttausend Mal verkauft, wofür es eine Gold-Auszeichnung gab.

Eine sensationelle Erfolgsgeschichte haben die beiden also geschrieben, und doch betonen sie, in ihrem Leben hätte sich gar nicht so viel geändert. Na gut, ein paar Auftritte mehr, mit weiteren Anreisen. Sicher, ein paar Fans mehr, mit denen Sarah und Steffen versuchen, so gut wie möglich Kontakt zu halten. Okay, sie waren gerade in Nashville und haben ein Album aufgenommen, auf dem die positiven, mitreißenden Songs von Mrs. Greenbird die Tiefe und Vielschichtigkeit erhalten haben, die ihre Schöpfer stets in ihnen sahen.

Wahrlich: eine tolle Geschichte, die gerne weitergehen darf.

mrsgreenbird.com

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