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Biographie

Der Vollständigkeit halber: Moses Pelham hat in den letzten 30 Jahren mehr als nur einmal Musikgeschichte geschrieben. Sei es als Teil der Formationen We Wear The Crown, Rödelheim Hartreim Projekt oder GLASHAUS. Sei es durch die Zusammenarbeit mit Xavier Naidoo, Cassandra Steen, Sabrina Setlur und Azad oder immer wieder auch als Solokünstler - zuletzt mit dem Album "Herz", das im Jahr 2017 auf Platz 2 der deutschen Charts debütierte. So oder so: Als Rapper, Autor, Produzent und Betreiber des Labels 3p hat der 48-jährige die hiesige Musikszene wie kaum jemand sonst beeinflusst, verändert und geprägt. Aber genug der Vollständigkeit.

Kommen wir zum Wesentlichen: Moses Pelham hat ein neues Studioalbum aufgenommen. Es wird Anfang 2020 erscheinen und trägt den Titel "EMUNA". Das hebräische Wort Emuna wird gerne mit "Glaube" übersetzt. Moses Pelham selbst sagt aber im Titeltrack: "Das is´ mehr als Glaube, das is´ Emuna." Man bekommt eine Ahnung davon, was Emuna für Moses Pelham bedeutet, wenn man sich ganz auf die zwölf Stücke einlässt. Das Album beginnt mit dem Piepen eines Herzmonitors, zu dem sich ergreifende Klänge eines Klaviers, dann Celli und schließlich ein wuchtiger Beat gesellen. Moses Pelham rappt dazu mit ungekannter Dringlichkeit von den Momenten, in denen das Ende der Fahnenstange erreicht ist, in denen alle Stricke reißen und es hart auf hart kommt. Eine "Notaufnahme", im wahrsten Sinne des Wortes.

Eine ähnlich unerschütterliche Zuversicht spricht auch aus dem Stück "Wunder". Vielleicht geht gerade alles drunter und drüber und einem steht das Wasser bis zum Hals. Aber der Sturm ist nötig für den nächsten Regenbogen und genau deshalb ist da auch in den dunkelsten Stunden immer noch diese absolute Gewissheit, dass sich etwas finden lässt, das wert ist seine Hoffnung darauf zu werfen. Ein Moment, möglicherweise Musik, vielleicht auch ein Mensch. Einem oder allen von ihnen widmet Moses Pelham übrigens mit dem ergreifenden "Du" an anderer Stelle des Albums 3 Minuten und 41 Sekunden pure, aufrichtige und bedingungslose Liebe.

"Der Mond hört mir zu" erzählt von geheimnisvollen Zwiegesprächen in tiefen Nächten und ist Soulmusik im wahrhaftigsten aller Sinne, während "Weiße Fahne" sich dem Ursprung der Kunst widmet. Wie Moses Pelham hier mit allem, was er hat, vom Drang und der Notwendigkeit, ja, dem immerwährenden und unaufhörlichen Suchen und Fühlen erzählt, ist schier beeindruckend: "Solang mein Herz schlägt, solange ich leb´, solange weht hier keine weiße Fahne." Mag sein, dass dieser Mann verwundet ist, aber ergeben wird er sich nie. Hingeben hingegen gewiss. Und dann ist da noch "Juli". Ein behutsamer und bittersüßer Blues über das Aufstehen und das Zubettgehen und wie schwer einem das Dazwischen fallen kann.

"Denn ich öffne mich zu Gunsten deines Lebens wie ein Fallschirm", rappte Moses Pelham auf "Geteiltes Leid 3". Die Ehrlichkeit und Leidenschaft der zwölf vorliegenden Lieder und deren Wirkung auf ihre Hörer sind insofern nicht verwunderlich, aber mit "EMUNA" wird mehr denn je auch der vollumfassende Anspruch hinter der Kunst des Frankfurters erkennbar. Ihr Ursprung, ihr Antrieb, ihre Dringlichkeit. Nicht nur das Können, sondern das Müssen. Dieses Feuer, diese Kraft und dieser Glaube, diese Weisheit, dieses Licht und diese Liebe - all das ist "EMUNA".

Label: 3p / RCA Deutschland

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